Warum ist es am Rhein so schön?

Die Anreise mit der Bahn war mitunter recht sportlich, denn mit großem Gepäck musste der Umstieg in Koblenz geschafft werden.

Am frühen Nachmittag kamen wir am Bahnhof in Kaub an und richteten uns in der Jugendherberge ein. Auf einer Abendwanderung lernten wir die Steigungen im Rheintal kennen und konnten eine atemberaubende Aussicht auf den Rhein genießen. Dabei bescherte uns ein überraschender Regenguss eine Abkühlung.

Am Dienstag setzten wir mit der Fähre zur Zollburg Pfalzgrafenstein über. Die Magd Ute, in traditioneller Tracht gekleidet, zeigte uns die Besonderheiten der Burg. Dazu gehören Gefängniszellen, das Verlies, der Backofen sowie eine Waffensammlung. Sie erzählte uns zudem viele Geschichten aus der Hochzeit der Burg. Anschließend konnte sich jeder seinen „Talersack“ aus Leder basteln. Nachmittags setzten wir mit der Fähre über den Rhein und wanderten zur Burg Stahleck. Eine gespenstische Stadtführung durch Kaub nach dem Abendessen rundete den gelungenen Tag ab. Ute erzählte uns die Geschichte der Else aus dem Jahr 1504, die ihren Liebsten nicht heiraten durfte und deshalb ihr Elternhaus im Streit verlies. Als Kaub zu einem späteren Zeitpunkt von Truppen belagert wurde, rettete sie als Mann verkleidet ihren Ort, indem sie nachts die Truppen über den Rhein führte. Zum Andenken an Else wählt Kaub seitdem jedes Jahr statt einer Weinkönigin ein „Elslein von Kaub“.

Am Mittwoch erkundeten wir das Mittelrheintal durch ein Schiff, einen Sessellift, eine Kabinenbahn und eine Bahn. Zuerst wurden Hirsche gefüttert, im Anschluss das Niederwalddenkmal bestaunt und abschließend Rüdesheim besucht.

Am vorletzten Tag ging es wieder über den Rhein in Richtung Bacharach und von dort aus mit der Bahn nach Mainz. Hier wurde die historische Altstadt mit Dom bestaunt und nach einem leckeren Mittagessen bei „Hans im Glück“ freuten wir uns auf das anschließende „Shopping“.

Abends feierten wir im historischen Gewölbekeller eine Abschiedsparty mit einem legendären Gesangswettbewerb zwischen Mädchen und Jungen. Dabei waren beide Teams so erfolgreich, dass die Jury um die Jugendherbergsleiterin erweitert werden musste, um die Sieger auszuwählen. Mit einer Nachtwanderung beendeten wir diesen erlebnisreichen Tag.

 

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