Viel Verständnis für Keno Veith

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – Unter diesem Motto stand die Auftaktveranstaltung eines Projektes, zu dem das Schulzentrum Collhusen den bekannten  Blogger Keno Veith als prominenten Gast eingeladen hatte.

Viel Verständnis für Keno Veith zeigten die Collhuser Schüler/innen aller Klassen, die in drei Veranstaltungen in der Aula vom Leben und dem Werdegang des mittlerweile berühmten Youtubers erfuhren. Der als „schwarzer Ostfriese“ bekannt gewordene Ehrengast berichtete von seiner Kindheit und Jugend in Wittmund. In dieser Zeit, so gestand Veith, habe er viel „Normalität“, aber hin und wieder auch Rassismus erlebt. Dagegen anzukämpfen, habe er sich auf seine Fahnen geschrieben, nachdem er gewissermaßen über Nacht durch einen Youtube-Beitrag nationale Berühmtheit erlangt hatte.

Interviewt wurde Keno Veith in der Aula von Schülerinnen des „Sozialen Seminars“, einer AG der Gemeinde Westoverledingen und des Schulzentrums Collhusen. In diesen Gesprächen schilderte Keno Veith sehr authentisch seinen Lebensweg „in der ostfriesischen Heimat“. So konnten die Collhuser Schüler/innen erfahren, dass es für Keno Veith unter anderem in der Pubertät Momente gab, in denen er sich eine andere Hautfarbe gewünscht hätte. Nachdem er den Beruf des Kfz-Mechanikers erlernte, arbeitet er bis heute bei einem landwirtschaftlichen Lohnunternehmer.

Direkt nach seiner Ankunft am Schulzentrum Collhusen konnte sich Keno Veith ganz in seinem Element fühlen, war vor der Aula doch zur Begrüßung das Arbeitsgerät des „Lohners“ aufgefahren: zwei riesige Schlepper, von denen einer die Firma Wittrock und ein zweiter der  Völlener Landwirtschaftsbetrieb ter Bogt zur Verfügung gestellt hatte. Tammo Janßen, Abschlussschüler der Klasse R10b, hatte einen der Trecker zum Schulzentrum gefahren.

Nach den Präsentationen in der Aula vertieften die Klassen das Thema „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ im Unterricht. Außerdem konnte man eine Resolution unterschreiben, die sich gegen Diskriminierungen, Rassismus, und Gewalt wendet. Zudem steht das Bekenntnis, zukünftig einander zu achten sowie der Wille, auf lange Sicht gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus vorzugehen, auf diesen Unterschriftenlisten.

Ob genügend Unterschriften zusammenkommen, damit unsere Schule das Zertifikat „Schule ohne Rassismus“ erhält, darauf ist auch Westoverledingens Bürgermeister Theo Douwes gespannt, der ebenfalls die Auftaktveranstaltung mit Keno Veith besuchte.

 

 

 

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